Die Nacht davor oder Die Liebe, die aus dem Osten kommt von Cătălin Dorian Florescu
Uraufführung
am 12.10.2006 im Sandkorn-Theater, Karlsruhe
Programmheft.pdf
Presse:
Badische Neueste Nachrichten -_BNN.pdf
Orizontul.pdf
Interview mit Cătălin Dorian Florescu:
Ein Baum der Schweizer Kühen Schatten spendet.pdf
Es gibt viele Gründe Florescu zu spielen:

Mit Karlsruhe verbindet ihn seine Heimatstadt Timisoara (Temeswar), die Partnerstadt Karlsruhes.
Der EU-Beitritt Rumäniens steht vor der Tür und sein Stück "Die Nacht davor" ist gerade in diesem Zusammenhang besonders aktuell.
Ausgezeichnet u.a. mit dem Anna-Seghers-Preis und dem Chamisso- Förderpreis für seine Romane "Wunderzeit" und "Der kurze Weg nach Hause" zeigt das Sandkorn-Theater als Uraufführung das erste Theaterstück dieses preisgekrönten Autors Catalin Dorian Florescu, den die Presse bereits zum "erzählmächtigsten rumänischen Neoschweizer" kürte www.florescu.ch. Dessen dritter Roman "Der blinde Masseur" erschien im Februar 2006.
"Der Schweizer Autor mit rumänischen Wurzeln beschreibt die Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen:

nämlich ein Europa, das diesseits und jenseits des ehemaligen Eisernen Vorhanges noch immer nach unterschiedlichen Uhren tickt. Und er schreibt über dieses Europa so, dass man mehr darüber erfahren möchte. Das Leben ist schmerzvoll, doch warm und voller Witz." (Tagesanzeiger) Bilderreich, melancholisch, poetisch und zugleich voller Humor zeigt Florescu in "Die Nacht davor" wie der Schweizer Urs sein privates Glück mit der Rumänin Nora finden möchte. In deren elterlicher Plattenbauwohnung in der Hochzeitsnacht werden die Sehnsüchte der Eltern, nun auf die Tochter projiziert, wieder lebendig: Das nie erreichte Wunderland "Germania", gescheiterte Flug- und Fluchtversuche. Dazwischen Nora, hin- und hergerissen. Sie scheint zu ahnen, dass das bessere Leben sich nicht auf Knopfdruck einstellen wird, wie die Waschmaschine Marke "Whirlpool", die Urs so akribisch wie die Ikea-Einrichtung auf Video gebannt hat. Dazwischen platzt Rita, um ihre Ansprüche auf Urs lautstark geltend zu machen ...
"Seine (Florescus) Biographie zwischen Ost und West, zwischen dem Wunderland der Kindheit und dem der Verheißung, hat ihn gelehrt, dass hinter dem Schlagbaum einer Diktatur nicht die Freiheit beginnt, sondern ein anderer mühevoller Alltag, eine andere Art Angst, Einsamkeit und Sehnsucht." (Jurybegründung zur Verleihung des Anna Seghers-Preises 2003)
In der Regie und Ausstattung von Victor Carcu spielen Mimi Schwaiberger, Frank Sollmann, Beatrix Henigin, Nadine Libicher, Walter Roth und als Video-Gäste rastetter & wacker.
Archiv des Sandkorn-Theaters, Karlsruhe
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