„Signore Giovanni Batista Bentivoglio, Gynäkologe, geschieden, Vater einer Tochter, nun allein lebend und Inhaber einer der modernsten Praxen in der Nähe der Piazza San Stefano“, feiert im Kreise seiner engsten Freunde, auf der Terasse der Pizzeria-Trattoria Belle Arti, in der gleichnamigen Straße der Altstadt Bolognas, seinen 45. Geburtstag. Anschließend besucht er im altehrwürdigen Teatro Comunale ein sinfonisches Konzert, an dessen Ende ihn der Platzanweiser Aureliano, tot in seiner Loge auffindet.
TOD IM TEATRO COMUNALE ist die Geschichte eines Mannes, der im Anblick und Augenblick des Todes eine Bewußtseinserweiterung erfährt, die ihn zwar in die Zeit der Erbauung des Teatro Comunale führt, die jedoch bedingt ist durch die wesentlichen Stationen seines Lebens, das seinerseits geprägt ist vom Zeitgeist der sechziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts und dessen Auswirkungen auf Gesellschaft und Familie.
Anja, Gymnasiastin an einem Münchner Mädchengymnasium, verliebt sich in Manfred, ihren Sportlehrer. Eines Samstag Nachmittages, nach einem Wettkampftag in der Schule, beschließt Anja ihrem Lehrer ihre Liebe zu gestehen. Diesen wirft ihr Bekenntnis zwar aus den Socken, doch um kein weiteres Aufsehen zu erregen, begleitet er sie dann in den Biergarten der Menterschwaige. Hier überrascht sie dann ein Gewitter.
IM BIERGARTEN DER MENTERSCHWAIGE, wird zunächst einmal die Geschichte einer nicht alltäglichen Liebe erzählt. Darüber hinaus jedoch, wirft sie ein Licht auf die immer noch veralteten, von Vorurteilen geprägten Beziehungen zwischen Schüler und Lehrer, zwischen Frauen und Männer.
Anna ist keine 16 Jahre alt, als sie Hannes, den reichsten Junggesellen des Dorfes heiratet. Damit erfüllt sich für sie und für die Einwohner eines Banater Dorfes, etwa in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen des vergangenen Jahrhunderts, ein stets gehegter Traum, in dem die Schranken zwischen Arm und Reich aufgehoben werden. Der Preis jedoch, den Anna dafür zahlen muß, der hat noch nie jemand wirklich interessiert.
ANNA ist die Geschichte einer jungen Frau, die ein unverkennbarer Teil jener Gesellschaft ist, die als eine deutschsprachige Minderheit am Rande Europas etwa 265 Jahre lang lebte, bis sie nach dem Zusammenbruch des Kommunismus in Osteuropa, fast völlig zum Erliegen kam.
Stefan, Architekt und Mitte Vierzig, hat Probleme, keine Frage: seine Ehe ist im Eimer, er ist arbeitslos und verdingt sich deshalb zeitweise als Immobilienmakler. Damit ist sein Leben nicht zu Ende, aber es hat auch keine wirkliche Perspektive mehr. Bis ihn dann eines Tages der Zufall in den Hofgarten der Münchner Residenz führt, wo er Zeuge eines einmaligen Spektakels wird, das seine Einstellung zum Leben radikal verändert.
DER HOFGARTENTEMPEL, ein 1615 von Heinrich Schön d. Ä. erbauten achteckiger Pavillon, der als Zentrum des Kreuz- und Diagonalwegesystems in dem ab 1613 angelgten Renaissancegarten der Münchner Residenz dient, ist Schauplatz einer Geschichte, die Wertigkeiten unserer heutigen Gesellschaft, in Relation zu dem Schicksal eines Einzelnen setzt.
Irgendwann, im siebenten Jahrzehnt des vergangenen Jahrhunderts, irgendwo am Rande Europas und der Banater Tiefebene, erblickt ein Knabe als dreizehntes Kind eines Schreinermeisters das Licht der Welt. Der Tradition verpflichtet, ist der vielfache Vater auf der Suche nach einem Taufpaten, doch findet sich, in der sich nach den Wirren des Krieges, der Deportation, der Vetreibung und der Einführung des Komunismus neu zu bildenden Dorfgemeinschaft niemand, der sich dazu bereit erklären würde. Also erbarmt sich der liebe Gott und der Teufel seiner und bieten ihm ihre Dienste an. Das Rennen jedoch macht letztendlich Gevatter Tod, weil er in seiner Unbeirrbarkeit, dem ungebrochenen Lebenswille und dem unstillbaren Bedürfnis nach Eigenständigkeit des Schreinermeisters am nähesten kam.
Die Tragikomödie GEVATTER TOD, spannt einen weiten Bogen deutscher Siedlungsgeschichte, aus der Mitte des vergangenen Jahrhunderts, über zwei Generationen hinweg, bis in die unmittelbare Gegenwart der heutigen Deutschen Bundesrepublik, in der sie nun ein Ende findet.
19.02.2003, 02:00, an sumizer@yahoo.de Betreff: Matzi-Opa Wurst, u.a. Hallo Alexandra! Na, überrascht nun von mir eine E-Mail zu bekommen? Mir kam die Idee während ich gerade eben noch mein Nachtmahl einnahm, das aus besagter Matzi-Opa Wurst, mit Bio-Butter-Brot und Zwiebelsalat bestand. [...] 23.02.2003, 15:22, von sumizer@yahoo.de Betreff: Hi paps! Hallo Papa!! Wie gehts dir?? Danke für deine e-mails die wirklich sehr lang und sehr schwer zum lesen sind (soll kein Vorwurf sein!). [...] P.S. Find es wirklich gut uns per e-mail zu verständiegen. Echt gut Idee!
DAS PSYCHOGRAMM EINER TRENNUNG erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit ein Dokument unserer Zeit zu sein - erhebt allerdings den Anspruch ein zeitgemäßes Abbild zeitgenössischen Lebens abzuliefern, in welchem so einschneidende Ereignisse im Leben eines Menschen von heute, wie Scheidung, Trennung von Kindern, Einsamkeit, Sehnsucht nach Liebe, aber auch Krankheit, Arbeitslosigkeit und daraus resultierender Armut, den Alltag bestimmen.
Auf seinem Heimflug von Rumänien nach New York, muß Ovidiu für ein paar Stunden in München zwischenlanden. Dabei nutzt er die Gunst der Stunde, sich den Einzug der Wiesnwirte anzusehen, der alljährlich zum Auftakt des Oktoberfestes stattfindet. Und wie der Zufall es so will, jährte sich damit bereits zum 25. Mal jener Tag, an dem er München fluchtartig verlassen mußte, um jenseits des Atlantik ein neues Leben zu beginnen.
Vor dem Hintergrund des OKTOBERFESTes, des größten Volksfestes der Welt, spielt sich vor unseren Augen das Drama zweier Menschenleben unterschiedlicher Generationen ab, deren Wege sich hier, wie jene von hundertausend anderer Menschen, wie zufällig kreuzen, die jedoch in ihrer winzigen Einzigartigkeit, die Interferenz zweier Epochen und Systeme der Menschheitsgeschichte beinhalten.
1956, als die elektrische Überlandsleitung über das Gebiet (Scharad) der Gemeinde Bruckenau verlegt wurde und die Bewohner der Ortschaft innerhalb der sogenannten Freiwilligen Arbeitsleistung (Rowet) bis zu 2m tiefe Gruben für die Strommasten ausheben mussten, stießen in dieser Tiefe Jakob Schmidt und Mathias Roth auf Überreste einer alten Siedlung. Nach Auswertung der Fundstücke durch Fachleute des Museums in Temesvar, handelte es sich dabei um Fundstücke aus der Zeit des Römischen Reiches.
Anfangs der 60-ger Jahre des vergangenen Jahrhunderts, stieß man bei der Unterkellerung eines Wohnhauses in der Jahrmarkter Alt-Gass, auf ein Lager von ungenutztem irdenem Geschirr. Herangezogene Experten datierten den Fund in die Zeit des 2. Jhd. n. Chr. Da man jedoch den Hausbau nicht weiter gefährden wollte, wurden die Behörden bestochen und so das Ganze zum schweigen gebracht. Bis jetzt!