Helmut Dürr

Helmut Dürr

Helmut Dürr

Künstlerischer Lebenslauf:

1949-1950: Schauspielstudium an der Staatlichen Musikhochschule Stuttgart, warum er das Studium abbrach und dann Architektur studierte ist seinen Tagebucheinträgen zu entnehmen.

Über Kontakte zur Musikhochschule, hat er seine spätere Ehefrau Rose Dürr Neuffer (Schwester meiner Mutter) kennengelernt.

Verheiratet 1955 – 2009 (danach Witwer).

Autodidakt in Bezug auf bildende Kunst, seit 1955 bis 2007, dann keine Bilder mehr wegen fortschreitender Demenz. Seit ca. 2006 sieht man den Bildern an, dass Herr Dürr dement geworden war.

Sehr große Bandbreite im Gebrauch der Materialien, Farben und im künstlerischen Ausdruck (abstrakt-gegenständlich, Collagen, kleine „Skulpturen“, zeitweise nur schwarz-weiß)

Seine Kunst wird begleitet von Tagebucheinträgen, in denen er die bildnerisch-künstlerische Tätigkeit erklärt, z.B. warum er eine längere Zeit nur schwarz-weiß zeichnete, z.T. warum er welche Themen erarbeitete.

Außerdem viele Gedichte.

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„Ernährender“ Beruf: Architekt (Dipl. Ing.), seit 1955 bis zur Rente im Stadtplanungsamt Stuttgart, im Verlauf Stadtoberbaurat der Stadt Stuttgart. 12 Jahre lang Koordinator behindertengerechtes Planen und Bauen in Stuttgart.

D.h.: er musste nicht von der Kunst leben, wollte wohl Bilder eher nicht verkaufen, ihm wichtigen Menschen hat er eher ein Bild geschenkt.

Die in den beiden Büchern von 1989 (Silberburg-Verlag) von ihm herausgesuchten Bilder sind absolut NICHT repräsentativ für sein Lebenswerk (m.E. nicht zu vergleichen mit früheren Bildern).

Für Herrn Dürr schienen seine gemalten Bilder dann „abgelegt“ und er „tauchte“ in eine neue Phase der künstlerischen Tätigkeit ein.

 

 

Ausstellungen

1958: „Zweite Sillenbucher Kunstausstellung“
         
mit anderen Künstlern; 
           
einer der anderen wird in einer Kritik „verrissen“ -> H. Dürr schreibt langen, inhaltsvollen Beschwerdebrief an Zeitung

1960: im Kunsthaus Fischinger

1963: in der Galerie Maercklin in Stuttgart – schwarz-weiß
         
mit Paul Kleinschmidt und einer Rede (von H. Dürr???- im Ordner abgetippt abgeheftet)

1970: in der Galerie Maercklin in Stuttgart – Malerei in Dispersionsfarbe
         
mit Paul Karl Wegner (Holzschnitte)

1971: Ausstellung zur Eröffnung der Jazz-Galerie 3 in Stuttgart

1977: A. in der Galerie in der Werkstatt (Brigitte March)
         
Fotos der Ausstellung – Künstler und Besucher vorhanden!

1978: in der Kunstklause im Kurhaus in Hinterzarten

1978: Galerie im Emaille-Atelier (Ingrid Veith), Stuttgart
           Mischtechniken
           
mit Paul Frohn (Holzschnitte) und Gerda Gebhardt (Hintergasmalerei)

1979: Rathaus Stuttgart in Verbindung mit dem Kulturamt der Landeshauptstadt Stuttgart
         
als Mitglied der Gruppe „Ligne et Couleur“ einer deutschen Schwestergruppe ebenso sich nennenden Gruppe malender Architekten in Deutschland 
           
u.a. mit Otto Schenk 

1989: Ausstellung (+Buch) in Stuttgart
           Bund deutscher Künstler Ba-Wü.

1994: in Schönaich über den Förderkreis Kunst e.V., Schönaich

1995: im Haus „St. Monika“in Neugereut (Altenwohnanlage)
          als (ehemaliger Koordinator des Treffpunktes Neugereuth –behindertengerechtes Bauen und Wohnen)

1995: im Rathaus Stuttgart

2000 und 2002: im Herrenberger Kulturzentrum

sein Lebenswerk sollte ursprünglich eine Stiftung an die Stadt Herrenberg werden

 

2002 wahrscheinlich letzte Ausstellung in Anwesenheit von Herrn Dürr.

Tagebucheinträge enden 2003.

2011???: Galerie im Kunsthöfle in Stuttgart (siehe Anhang)
          mit Otto Schenk, ohne mein Wissen als die Generalbevollmächtigte meines Onkels!!!!!

Susanne Geiger


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„Helmut Dürr ist kein Existentialist, dafür trägt seine künstlerische Expression zu viele Züge der geistigen Suche nach einer tröstlichen Welterfahrung. Nur auf den ersten Blick könnte man glauben, daß Dürr den Menschen in seinen Raumtiefen in einen fürchterlichen Abgrund stößt, aus dem es kein Entrinnen gibt. Aber die dicht beieinanderliegenden und dann wieder kraß sich widerstreitenden Farben signalisieren kein Versinken in Selbstaufgabe des Künstlers. In schwarzen Löchern verschwindet dieser Maler nicht - wenn er sich in ihnen bewegt, dann malt er sie farbig in unsere Phantasie.“

Aus dem Essay “Äussere Räume - innere Räume”
von Klaus B. Harms

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