Kurze Geschichte Siebenbürgens_Teil3-Das Fürstentum Siebenbürgen


Kurze Geschichte Siebenbürgens_Teil3-Das Fürstentum Siebenbürgen

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Der Frieden von Karlowitz Anfang 1699 schloß den anderthalb Jahrzehnte dauernden türkischen Krieg damit ab, daß er dem Fürstentum einen Platz unmittelbar unter der Reichsregierung im Verband des Habsburgerreiches zuwies. „Sine nobis, de nobis – ohne uns entschied man über uns“, so formulierte es Franz (Ferenc) II. Rákóczi in seinem Manifest an die Völker der Welt vom 7. Juni 1703, daß die Habsburger und die osmanische Macht ohne Einbeziehung der diplomatischen Vertreter Ungarns und des Fürstentums über Siebenbürgen entschieden hatten.
(Seite 181)

Die vielsprachigen Bewohner Siebenbürgens hatten im täglichen Umgang miteinander keine Verständigungsschwierigkeiten. Die aktuellen Tendenzen zur Spracherneuerung innerhalb der muttersprachlichen Kultur wiesen in Richtung eines mehrsprachigen, aber in seiner Terminologie einheitlichen Landes. Ihr Wert für die europäische Kultur der Zukunft kann aber erst auf dem heutigen Kenntnisstand, vom seither leider eingetretenen Verlust einer derartigen Vielsprachigkeit, gebührend eingeschätzt werden. Siebenbürgen hätte sich zur Schweiz der östlichen Randgebiete Mitteleuropas entwickeln können, wenn das Land nicht gezwungen worden wäre, andere, seinen spezifischen Traditionen weniger entsprechende Wege, einzuschlagen.
(Seite 210)

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