Kurze Geschichte Siebenbürgens_Teil4-Siebenbürgen im Habsburgerreich


Kurze Geschichte Siebenbürgens_Teil4-Siebenbürgen im Habsburgerreich

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Durch den Frieden von Sathmar (1711) hat sich der 1690 begonnene Integrationsprozeß im Habsburgerreich verstärkt. Das geschwächte Osmanische Reich konnte in den 1710er Jahren, in einem neuerlichen Krieg, noch einmal geschlagen werden. Für Siebenbürgen war das insofern von Bedeutung, als daß das Banat und der westliche Teil der Walachei, Oltenien, dadurch erobert werden konnten, allerdings ging Oltenien in den 30er Jahren wiederum verloren.
(Seite 5)

Während sich also die ungarische Bewegung, gestützt auf ihre gesellschaftliche Überlegenheit, die Hegemonie sichern wollte, beabsichtigte die rumänische Bewegung dasselbe unter Berufung auf das zahlenmäßige Übergewicht ihres Volkes. Die eigene innere Schwäche – unterschiedlicher Natur – versuchten beide Seiten durch eine rasche Sicherung politischer Positionen auszugleichen und gefährdeten gerade damit das proklamierte Fernziel einer Harmonie der Nationen.
(Seite 117)

Es muß in der Folgezeit zu schweren Enttäuschungen gekommen sein wenn man im Siebenbürgischen Erzgebirge später sang, daß Iancu und Bem gemeinsam gekämpft haben. Die Reflektion von Enttäuschungen und Lehren, die blitzartige Erkenntnis neuer Möglichkeiten, machten es auch unumgänglich, daß – trotz der tragischen Entfremdung durch Bürgerkriegsverluste und -opfer – die späteren Träger der nationalen Freiheitsbestrebungen, im gemeinsamen Bemühen, die Elemente, einer für die zusammenlebenden Völker und Nationen gleicherweise annehmbaren Lösung, „der siebenbürgischen Frage“ suchten.
(Seite 157)

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