Jugend ohne Alter und Leben ohne Tod


Jugend ohne Alter und Leben ohne Tod

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Petre Ispirescu (geb. Januar 1830, in Bucuresti, gest. 21. oder 27. November, 1887), war ein rumänischer Verleger, Erzähler, Schriftsteller und Buchdrucker. Er ist bekannt geworden vor allem dank seiner Tätigkeit als Sammler rumänischer Volksmärchen, die er mit einem besonderen Talent zu erzählen wusste. 

Zu dieser Ausgabe
Petre Ispirescu's Märchen erlebten schon einige Neuauflagen und Übersetzungen – eine zweisprachige Ausgabe ist wohl nicht darunter. Dass dieses Märchen nun in dieser Form beim WaRo-Verlag erscheint, hat mehrere Gründe.

1. Als 2015 die Flüchtlingswelle über Europa schwappte und die Welt hier in helle Aufruhr versetzte, fiel dem Verleger des WaRo-Verlages gerade dieses Märchen ein, das er irgendwann, als Jugendlicher auf dem Weg, ein vollwertiger  rumänischer Staatsbürger zu werden, gelesen hatte. Als Rumäniendeutscher aufgewachsen, war sein damaliges primäres Bestreben, sich die rumänische Sprache, und darüber hinaus, sich die rumänische Literatur und Kulter anzueignen. Doch es kam anders!
Und dass ihm nun, als deutschem Staatsbürger, gerade dieses Märchen einfiel, hatte wohl etwas damit zu tun, dass er einen Großteil seiner Kindheit und Jugend, ähnlich dem Märchenprinzen in Ispirescu's Märchen, damit verbracht hatte, von der Flucht aus dem Gefägnis, das Rumänien damals war, zu träumen. Und selbst aus heutiger Sicht, war dieses Träumen berechtigt und gerechtfertigt, so dass sich die frage stellte: Ist dies heutzutage für Jugendliche auf der ganzen Welt weniger berechtigt und gerechtfertigt?

2. Im Großraum der Rhein-Neckar Region, in welchem der WaRo-Verlag angesiedelt ist, leben mittlerweile mehr als zwanzigtausend Rumänen, viele von ihnen wohl auch mit ihren Familien. Die Kinder und Jugendlichen dieser Familien wachsen nun zwangsläufig zweisprachig auf, wobei sich erfahrungsgemäß, in den meisten Fällen, die Muttersprache auf die Kommunikation in der Familie beschränkt, während das Vermitteln muttersprachlichen Kulturgutes erschwert ist. Dass bei dem rumänischen Text auf den Urtext zurückgegriffen wurde, hat mit der Absicht zu tun, dass beim Lesen auch die muttersprachliche Sprachmelodie hinterfragt werden soll, die im Urtext zum Teil erheblich von dem heute gesprochenen Rumänisch abweicht.

3. Eine wesentliche Vorraussetzung zum Entstehen dieses Buches war die bildliche Umsetzung, sowohl der Geschichte einerseits, als der Interpretation der Geschichte andererseits. Und deshalb sei an dieser Stelle Victor Carcu nochmals gedankt für seinen Hinweis auf Călin Beloescu, ohne dessen Beitrag dieses Buch garnicht hätte zustande kommen können. Dabei sei darauf hingewiesen, dass Călins Ansatz stets die Allgemeingültigkeit des Märchens war, eher der vielbeachteten Interpretation Constantin Noica's ("Sentimentul românesc al fiintei – Basmul fiintei si 'Tinerete fara batrânete'") folgend, als dem unter Punkt 1 dargestellten Gesichtspunkt des Verlegers.

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